Rezept: Gratinierte Flädle mit grünem Spargel und Orangen-Béchamel – so gelingt es einfach

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Wenn Sie Spargel lieben und heute einmal etwas anderes auf den Tisch bringen möchten, dann ist dieses Rezept für gratinierte Flädle mit grünem Spargel und Orangen-Béchamel genau richtig. Es wirkt edel, ist aber viel einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht. Und genau das macht es so reizvoll.

Knackiger Spargel, weiche Pfannkuchenrollen und eine cremige Soße mit feiner Orange. Das klingt nach Sonntag, nach Frühling und ein bisschen nach Überraschung. Denn die frische Note der Orange hebt das Gericht wunderbar aus dem Gewohnten heraus.

Warum dieses Gericht so gut ankommt

Dieses Essen hat alles, was ein gutes Ofengericht braucht. Es ist warm, sättigend und trotzdem leicht. Der grüne Spargel bringt Frische mit, die Orangen-Béchamel sorgt für Tiefe, und der Käse macht die Oberfläche schön goldbraun.

Dazu kommt: Sie können das Gericht gut vorbereiten. Das ist praktisch, wenn Gäste kommen oder wenn Sie selbst nach einem langen Tag etwas Besonderes essen möchten, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.

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Das brauchen Sie für die Flädle und den Belag

Für die Flädle:

  • 4 EL Butter, plus etwas für die Form
  • 125 g Mehl
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • 250 ml Milch
  • 3 Eier der Größe M

Für Belag und Béchamel:

  • 1,2 kg grüner Spargel
  • etwas Salz
  • etwas Zucker
  • 45 g Butter, plus etwas für die Form
  • 150 ml Spargelbrühe, selbst gekocht
  • 300 ml kalte Milch
  • 1 Bio-Orange
  • 35 g Mehl
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 1 TL Thymianblättchen, frisch oder getrocknet
  • 125 g milden Schnittkäse, zum Beispiel jungen Gouda, Fontina oder Greyerzer
  • etwas Pfeffer
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
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So gelingt der Teig für die Flädle

Beginnen Sie mit den Flädle. Schmelzen Sie 2 EL Butter und lassen Sie sie leicht bräunen. Das gibt später ein feines, nussiges Aroma. Mischen Sie dann Mehl, Salz und Pfeffer in einer Schüssel.

Geben Sie Milch, Eier und die flüssige Butter dazu. Verrühren Sie alles zu einem glatten Teig. Er sollte dünn und gut fließend sein, fast wie ein normaler Pfannkuchenteig. Lassen Sie den Teig kurz ruhen. In dieser Zeit wird er meist noch etwas feiner.

Spargel schonend garen, damit er schön bleibt

Jetzt kommt der Spargel dran. Waschen Sie ihn, schälen Sie ihn und schneiden Sie holzige Enden ab, falls nötig. Das ist wichtig, damit später nichts faserig schmeckt.

Kochen Sie aus den Spargelschalen mit etwa 400 ml Wasser, einer Prise Salz, etwas Zucker und 1 TL Butter eine Brühe. Legen Sie die Spargelstangen darauf und dünsten Sie sie zugedeckt 12 bis 15 Minuten. Je dicker die Stangen sind, desto länger brauchen sie. Der Spargel soll noch leicht Biss haben. Genau das macht ihn später im Auflauf so gut.

Heben Sie den Spargel heraus und halten Sie ihn warm. Die Brühe passieren Sie. Messen Sie 150 ml ab und mischen Sie sie mit der kalten Milch. Diese Mischung wird später die Basis für die Soße.

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Die Orangen-Béchamel bringt Frische ins Spiel

Jetzt wird es spannend. Waschen Sie die Orange heiß ab und reiben Sie sie trocken. Ziehen Sie dann einen breiten Streifen Schale fein ab. Achten Sie darauf, nur das Orange zu nehmen. Das Weiße macht die Soße bitter.

Schmelzen Sie 35 g Butter in einem Topf. Streuen Sie das Mehl hinein und dünsten Sie es unter Rühren hell an. Dann gießen Sie die Milch-Spargel-Mischung unter ständigem Rühren dazu. Lassen Sie alles sanft aufkochen, damit eine glatte Béchamel entsteht.

Geben Sie Orangenschale, Lorbeerblatt und Thymian dazu. Lassen Sie die Soße etwa 3 Minuten leicht köcheln. Wenn sie zu dick wird, rühren Sie noch etwas Spargelbrühe ein. So bleibt sie schön cremig.

Flädle ausbacken und füllen

Rühren Sie den Teig noch einmal durch. Er setzt sich beim Stehen gern ein wenig ab. Erhitzen Sie die restliche Butter portionsweise in einer Pfanne. Geben Sie jeweils etwas Teig hinein und backen Sie daraus nach und nach 8 dünne Flädle aus.

Sie müssen nicht perfekt rund sein. Das ist gar nicht wichtig. Hauptsache, sie sind dünn und elastisch. Halten Sie die fertigen Flädle kurz zugedeckt warm, damit sie nicht austrocknen.

Jetzt wird geschichtet und gratiniert

Heizen Sie den Backofen auf 180 bis 200 Grad Ober- und Unterhitze vor. Fetten Sie eine große, flache Auflaufform mit Butter aus. Reiben Sie den Käse fein.

Entfernen Sie Orangenschale und Lorbeerblatt aus der Soße. Rühren Sie den Orangensaft unter. Geben Sie 75 g Käse hinein und lassen Sie ihn unter Rühren schmelzen. Würzen Sie die Soße mit Pfeffer und bei Bedarf mit etwas Salz. Eine Prise Muskat passt hier ebenfalls gut.

Breiten Sie die Flädle auf der Arbeitsfläche aus. Legen Sie den abgetropften Spargel darauf, würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskat und träufeln Sie etwas Soße darüber. Rollen Sie die Flädle auf und legen Sie sie dicht nebeneinander in die Form.

Verteilen Sie die restliche Soße darüber und streuen Sie den übrigen Käse darauf. Dann geht alles für etwa 20 Minuten in den Ofen. Oben soll es goldbraun werden. Genau dann ist es richtig.

Womit Sie das Gericht servieren können

Die gratinierten Flädle schmecken schon für sich allein sehr gut. Wenn Sie aber ein rundes Essen daraus machen möchten, passen pochierte Eier wunderbar dazu. Auch gebratene Forellenfilets oder kleine Filet-Medaillons sind eine schöne Ergänzung.

Für einen leichten Frühlingsabend reicht oft schon ein kleiner grüner Salat. Dann steht das Gericht ganz für sich. Warm, cremig und mit einem Hauch Frische. Das ist genau die Art von Essen, die man gern noch einmal kocht.

Praktische Tipps für ein sicheres Ergebnis

Wenn Sie den Spargel etwas knackiger mögen, garen Sie ihn eher am unteren Ende der Zeit. Mögen Sie ihn weicher, lassen Sie ihn ein paar Minuten länger im Sud. Wichtig ist nur, dass er nicht zerfällt.

Die Soße darf cremig sein, aber nicht zu fest. Falls sie beim Abkühlen dick wird, rühren Sie einfach noch einen kleinen Schuss Brühe oder Milch ein. Und beim Käse gilt: lieber mild und gut schmelzend. So bleibt die Orange schön im Vordergrund.

Dieses gratinierte Spargelgericht hat etwas Feierliches, ohne kompliziert zu sein. Genau das macht es so sympathisch. Einmal gekocht, werden Sie es wahrscheinlich nicht nur im Frühling wiederholen wollen.

Theresa Maier
Theresa Maier

Ich habe in Hamburg als Sous-Chefin in einem japanischen Bistro gearbeitet und bin Absolvent der TU Muenchen in Ernahrungswissenschaft. Ich spezialisiere mich auf japanisch inspirierte Gastronomie und alltagstaugliche Genusskonzepte. Mich interessiert besonders, wie Reisen Kuche und Zuhause pragmatisch verandern.

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