Dieser DDR-Klassiker gehört neu entdeckt – und begeistert heute wieder alle

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Ein Teller Suppe, der nach Schokolade duftet. Warm, cremig, ein bisschen wie flüssiger Pudding – klingt das nicht nach Kindheit und heimlicher Nascherei? Genau so fühlt sich Schokoladensuppe aus der DDR an. Ein fast vergessener Klassiker, der heute wieder Herzen erobert.

Warum dieser DDR-Klassiker ein Comeback verdient

Viele kennen Milchreis, Grießbrei oder Pudding als süße Hauptspeise. Aber Schokoladensuppe? Die löst bei manchen erst mal Stirnrunzeln aus. Ist das Suppe oder Dessert?

In der DDR war sie für viele Kinder das Größte. Günstig, schnell gemacht und trotzdem wie ein kleines Fest. Genau das macht sie heute wieder spannend. Wenige Zutaten, kein kompliziertes Kochen. Und Sie entscheiden selbst, wie süß und wie schokoladig sie werden soll.

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Was macht Schokoladensuppe so besonders?

Diese Suppe ist ein kleines Chamäleon. Sie passt sich einfach an Ihren Alltag an. Sie kann Hauptgericht, Dessert oder Snack sein.

  • Warm ist sie wie eine Umarmung an kalten Tagen.
  • Kalt ist sie ein süßer, erfrischender Nachtisch im Sommer.
  • Mit Einlage wird sie zur sättigenden Mahlzeit.

Sie erinnert an Zeiten, in denen man mit einfachen Zutaten etwas richtig Gutes gezaubert hat. Kein Foodtrend, keine Superfoods. Nur Milch, Kakao, Zucker, ein bisschen Stärke. Und viel Gefühl.

Die Zutaten für original DDR-Schokoladensuppe

Für etwa 4 Portionen brauchen Sie:

  • 1 l Milch (3,5 % Fett oder nach Wunsch)
  • 30 g Backkakao (ungesüßt)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
  • 60 g Zucker (oder nach Geschmack)
  • 1 Prise Salz
  • 25 g Speisestärke

Mehr nicht. Wahrscheinlich haben Sie das meiste schon im Schrank stehen. Genau darin liegt der Charme dieses DDR-Rezepts.

Schokoladensuppe Schritt für Schritt kochen

Die Zubereitung ist so einfach, dass sie fast nebenbei gelingt. Ideal, wenn es schnell gehen muss oder Kinder mithelfen möchten.

1. Speisestärke anrühren

Nehmen Sie zuerst 2 EL von der kalten Milch ab und geben Sie sie in eine kleine Schüssel. Streuen Sie die Speisestärke dazu.

Rühren Sie so lange, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Mischung sollte glatt und flüssig sein. Das ist wichtig, damit Ihre Suppe später schön cremig wird.

2. Schokomilch aufkochen

Geben Sie die restliche Milch in einen Topf. Fügen Sie Backkakao, Vanillezucker, Zucker und die Prise Salz hinzu.

Rühren Sie gründlich, bevor Sie die Herdplatte anschalten. So verteilt sich der Kakao besser und es entstehen weniger Klümpchen. Erhitzen Sie die Mischung dann langsam, bis sie kurz vor dem Kochen ist. Bitte immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.

3. Andicken und abschmecken

Wenn die Milch schön heiß ist, rühren Sie die angerührte Speisestärke noch einmal kurz durch. Gießen Sie sie dann unter ständigem Rühren in den Topf.

Lassen Sie die Schokoladensuppe etwa 1 Minute leicht köcheln. Sie werden sehen, wie sie dicker und cremiger wird. Probieren Sie zum Schluss und süßen Sie nach, wenn Sie es intensiver mögen.

Warm oder kalt genießen – Sie haben die Wahl

Jetzt kommt der vielleicht schönste Moment: Wie möchten Sie Ihre Schokoladensuppe essen? Direkt heiß aus dem Topf, dampfend und tröstlich? Oder lassen Sie sie abkühlen und stellen sie in den Kühlschrank?

Warm erinnert sie an eine Mischung aus Kakao und Pudding. Kalt wird sie zu einem feinen Dessert, das nicht so schwer im Magen liegt. Ideal auch, wenn Besuch kommt und Sie etwas Einfaches, aber Besonderes anbieten möchten.

Leckere Einlagen: So wird aus Suppe ein richtiges Essen

Im Osten wurde selten etwas verschwendet. Brotreste oder trockene Kekse bekamen in der Schokoladensuppe ein zweites Leben. Und genau das schmeckt überraschend gut.

  • Zerbrochene Butterkekse
  • Zwieback in Stücken
  • Altbackenes Weißbrot oder Brötchenwürfel

Geben Sie die Stückchen direkt in den Teller. Sie saugen sich mit der warmen Schokolade voll und bekommen eine weiche, fast puddingartige Konsistenz. Wenn Sie es knusprig mögen, geben Sie die Einlage erst kurz vor dem Essen dazu.

Tipps, Varianten und kleine Tricks

Das Grundrezept ist simpel. Aber mit ein paar kleinen Änderungen können Sie Ihre Schokoladensuppe ganz an Ihren Geschmack anpassen.

  • Für extra Cremigkeit: Einen kleinen Schluck Sahne oder Kondensmilch zum Schluss unterrühren.
  • Für weniger Zucker: Zuerst nur 40 g Zucker verwenden und dann langsam steigern.
  • Für mehr Aroma: Eine Prise Zimt oder ein Hauch Instant-Kaffee dazugeben.
  • Für Gäste: Mit ein paar Schokoraspeln oder gehackten Nüssen bestreuen.

Auch mit pflanzlicher Milch funktioniert das Rezept gut. So wird der DDR-Klassiker ganz nebenbei modern und passt zu vielen Ernährungsstilen.

Ein Stück Ostalgie im Alltag – wieso nicht heute noch?

Manchmal braucht es keinen aufwendigen Braten, um Menschen an einen Tisch zu bringen. Ein Topf Schokoladensuppe, ein paar Löffel, vielleicht etwas Zwieback dazu. Mehr braucht es nicht, um kurz innezuhalten.

Vielleicht kennen Sie dieses Gericht aus Ihrer Kindheit. Vielleicht hören Sie heute zum ersten Mal davon. In beiden Fällen lohnt es sich, es auszuprobieren. In 25 Minuten steht etwas auf dem Tisch, das nach Wärme, Geborgenheit und einem kleinen Stück DDR-Geschichte schmeckt.

Theresa Maier
Theresa Maier

Ich habe in Hamburg als Sous-Chefin in einem japanischen Bistro gearbeitet und bin Absolvent der TU Muenchen in Ernahrungswissenschaft. Ich spezialisiere mich auf japanisch inspirierte Gastronomie und alltagstaugliche Genusskonzepte. Mich interessiert besonders, wie Reisen Kuche und Zuhause pragmatisch verandern.

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